Sterneneltern heissen wir,

denn unser Kind verloren wir.

Viel zu früh ist es gegangen,

das Leben nicht mal angefangen.

Wie alt es war ?Das ist nicht wichtig.

Wie gross,wie schwer ?Auch das ist nichtig.

Es war unser geliebtes Kind

und bleibt es bis wir gegangen sind !

Wisst wir spüren stets die Schmerzen-

die Wunde klafft in unseren Herzen.

drum sagt nichts von den schlimmen Dingen-

die dolchstossgleich ins Herz eindringen.

"Warum jammert ihr denn so ?

es war doch nur ein Embryo."

"Wer weiss wozu es gut gewesen,

das es Euch verlies-dies Wesen."

Ihr seid noch jung,könnt andere haben

und euch an Kinderlachen laben.

So lang ists her,seit es geschehn,

ihr müsst nun endlich vorwärts sehn.

Schweigt lieber,als uns das zu sagen,

das hilft uns nicht in tausend Tagen.

Auch wenn es von euch gut gedacht,

weil ihr euch um uns Sorgen macht.

Glaubt uns,könnt ihrs auch nicht ermessen,

wir werden es wohl nie vergessen.

Es tot zu schweigen schmerzt uns sehr,

vergrössert unser Leid noch mehr

Wollt ihr uns echte Hilfe bringen,

lasst ihre Namen hell erklingen.

Lasst uns reden helft uns trauern,

reisst ein mit uns die Schweigemauern.

 

 Wo magst Du jetzt wohl sein, mein Kind?
Im Paradies? Im Himmel droben?
Bist Du gar dort, wo Englein sind?
Nachts bei den Sternen oben?

Kannst Du mich seh'n? Spürst Du den Schmerz?
Kannst meine Not Du spüren,
die ganz tief drinnen sitzt im Herz?
Kann Deine Seele mich berühren?

Wo war Dein Schutzengel, mein Kind?
Wo war er nur in dieser Nacht?
Ward er hinfortgeweht vom Wind?
Schlief er sogar, hielt' keine Wacht?

Die Worte fehlen mir, zu sagen
wie Du mir fehlst, wie groß die Pein.
So hoff' ich drauf: nach vielen Tagen
werd' ich für immer bei Dir sein.

 

 

 

                                                          

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